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Reisen / Viaggi

Lissabon Sylvester 2018

Den Jahreswechsel 2018 / 2019 haben wir zusammen mit Anja, Joschi und Achim in Lissabon verbracht, wo wir eine ehemalige Dortmunder Freundin, Alessandra, besuchten.

Lissabon liegt an der Atlantikküste an der Bucht des Flusses Tejo. Daher bildet sich über dem Fluß und der Stadt häufig Nebel. Die Brücke über den Tejo liegt dann geheimnisvoll im Nebel (siehe Foto aus der Perspektive des Aquädukts).

Das Aquädukt war für mich ein bauliches Highlight. Über 900m lang, an der höchsten Stelle 68m hoch und 25m breit trotzte es dem großen Erdbeben, das fast komplett Lissabon zerstört hat. Es bietet einen fantastischen Ausblick auf die Stadt (siehe Foto) und auf und in das Bauwerk selber. Neben dem längsten oberirdischen Teilstück, das Aqueduto das Águas Livres, gibt es noch das Reservoir Mãe d’Água, ein großer Wasserspeicher in der Nähe der Haltestelle Rato, und weitere kleinere oberirdische und unterirdische Stationen (portugiesische Webseite). Hier findet ihr weitere Informationen zu diesem Geheimtipp. Nach einem Besuch des Wasserspeichers empfiehlt sich eine Pause im benachbarten Park Amoreiras zu einem Kaffee oder Bier am Kiosk.

Blick vom Aquädukt

Die Stadt liegt wie Rom auf 7 Hügeln, so dass der Besucher ständig bergauf und bergab gehen muss, teilweise von einer Straße zur anderen. Die höchste Erhebung ist 226m hoch, so dass sich von verschiedenen Stellen schöne, aber immer unterschiedliche Blicke auf Lissabon ergeben, die lohnenswert sind. Mein Tipp: nach einem Besuch des Castelo de Sao Jorge einen Aperitiv in der Bar Zambeze nehmen und von dort den Sonnenuntergang über die Stadt genießen (siehe Foto).

Blick vom Castelo de Sao Jorge bzw. der Bar Zambeze

Mit etwas Glück trifft man am Castelo auf Roberto, den Artista do Castelo, der ironische Portraits und außergewöhnliche Bilder Lissabons mit Kaffee malt (siehe Foto). Falls er dort nicht anzutreffen ist, lohnt auf jeden Fall ein Blick auf sein Profil bei Instagram.

Mit Kaffee gemalt

In Lissabon habt ihr verschiedene Möglichkeiten die Stadt zu erkunden. Da die Stadt weitläufig und hügelig ist, empfehle ich von allen Verkehrsmitteln regen Gebrauch zu machen. Neben den klassischen Hop-On-Off-Bussen für Touristen, die einen ersten Überblick über die Stadt geben, gibt es auch noch die Tuk-Tuks, kleine, motorisierte Dreiräder (im Preis einiger Busse enthalten), die auch durch kleinere Gassen fahren und je nach Fahrer auf einige Highlights aufmerksam machen, die den Besuchern sonst entgehen. Meine Empfehlung ist auf jeden Fall die Fahrt mit der Electrico 28 (siehe Foto), einer wirklich alten elektrischen Straßenbahn, die sich aufgrund ihrer kurzen Länge und eines kurzen Radstands durch die engen, steilen Straßen Lissabons quält. Da sie nicht sehr schnell fährt und häufig anhält, kann man gut die Umgebung beobachten. Mehr über Verkehrsmittel und deren Benutzung in Lissabon schreibe ich auf meinem anderen Blog.

Eléctrico No. 28

Wer Details auf seinen Reisen liebt, sollte auf jeden Fall genauer auf Türen, Klingeln und Fassaden achten. Ich habe unzählige Fotos von seltsamen Türen, Klingeln ohne Namen und Fliesen an den Fassaden gemacht (siehe auch weiter unten die Fotos in der Galerie). Diese Fliesen, portugiesisch Azulejos, finden sich als Dekorelemente an vielen Gebäuden (siehe Foto). Eine zeitlang war die Anbringung aus Angst vor herabfallenden Fliesen verboten, später wurde dies wieder erlaubt, weil a) dies eine typische Besonderheit ist und b) geeignete Kleber entwickelt wurden.

Natürlich darf auch das Lukullische auf meinen Reisen nicht fehlen. In Lissabon findet man viel Fisch (siehe Foto) und Fleisch, beim Gemüse wird eher gespart. Mein Tipp ist ein Besuch der Markthalle Mercado de Ourique. In der Mitte befinden sich Sitz- und Stehplätze und in der ganzen Halle gibt es unterschiedliche Anbieter für alle Geschmäcker.

tártaro do atum, roher Thunfisch

Noch ein Tipp: für den Fall, dass man an der Sicherheitskontrolle feststellt, dass man noch ein nicht erlaubten Gegenstand im Handgepäck hat, bietet der Flughafen in Lissabon eine einfache Lösung: einen Automaten mit frankierten Briefen und Briefkasten daneben (siehe Foto).

Wer noch mehr erfahren will, kann sich gerne meine Liste auf Foursquare anschauen und auf der nächsten Seite noch mehr Fotoeindrücke.

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Reisen / Viaggi

Sirolo 2018 – Monte Conero

Sentiero No. 1

Ein Höhepunkt in der Provinz Ancona ist der Monte Conero im gleichnamigen Naturpark mit 572 m. Einer der schönsten Wanderwege, der Sentiero 301 – Traversata del Conero, führt genau über den Berg und erlaubt traumhafte Ausblicke auf die angrenzenden Küsten.

Startpunkt ist die Osteria del Poggio in Poggio. Am besten lässt man sich dort per Taxi oder Shuttle hinbringen, da der Bus nur selten fährt und mehrfaches Umsteigen von Sirolo erfordert.

Die Strecke ist mit 4h und 8,5km beschrieben, 3,5h sind auch möglich, bei zusätzlichen Pausen oder weiteren Wegen kann es logischerweise länger werden.

Die größte Steigung ist zu Beginn bis zum Piano Grande, wo wir mit der grandiosen Aussicht auf die Bucht Mezzavalle und Portonuovo belohnt wurden.

Von dort geht es weiter zum Ex Convento Camaldolesi. Hier bietet sich eine Pause in der Bar La Cima oder ein Mittagessen (siehe Foto unten) in der Bar Conero, typische Küche der Marken zu günstigen Preisen, an.

Gut gestärkt sind wir dann zum Belvedere Sud aufgebrochen, dort gibt es eine weitere schöne Aussicht auf die Bucht der Due Sorelle.

Bei der weiteren Wanderung gibt es 3 Optionen, a) zu den Due Sorelle, b) zu dem eigentlichen Ziel der Strecke, Fonte d’Olio, oder c) zum Spiaggia S. Michele bzw. ins Zentrum von Sirolo. Wir haben letzteres gewählt und sind direkt bis zum Camping Internazionale gegangen. Hier ist eine Karte sehr hilfreich, um die richtige Abzweigung zu finden.

Routen für GPS-Tools gibt es hier und eine detaillierte Beschreibung auf italienisch hier. Weitere Tipps und eine Karte für die Marken findet ihr hier im Blog.