Tag Archives: Spanien

Reisen / Viaggi

Nordosten Mallorcas, Canyamel

Reise in den Nordosten, Canyamel

Canyamel

Über Pfingsten haben wir eine Woche in Canyamel Urlaub gemacht, ein kleiner, ruhiger Küstenort im Nordosten der Insel Mallorca. Er eignet sich gut zum Entspannen, Wandern oder als Ausgangspunkt für Erkundungen der Umgebung.
Wir haben uns ausschließlich zu Fuß oder mit dem Bus bewegt. Dies klappt problemlos, allerdings sollte man durchaus etwas eher an der einzigen Bushaltestelle des Ortes sein, da der Bus durchaus manchmal eher kommt.
Empfehlenswert ist eine Unterkunft mit Frühstück, da es nur sehr wenige Cafés und Restaurants gibt, die Frühstück anbieten. Unser Frühstück nahmen wir im Aparthotel Canyamel Park Sun ein, das 5 Minuten von unserem Apartment entfernt war. Das Frühstück ist reichhaltig und gut und erklärt somit auch, warum es so wenige Angebote für Frühstück gibt.

Wer mehr Party und Kneipen sucht, kann in den Nachbarort Cala Ratjada mit dem Bus fahren. Hier reiht sich wirklich Kneipe, Restaurant, Bar nebeneinander. Eine schöne, kleine Bucht ist hier Cala Son Moll, die allerdings in Relation zu der Anzahl Touristen im Vergleich zu Canyamel zu klein ist.

Erschreckend ist die Präsenz der deutschen Sprache: Speisekarten, Beschriftungen etc. finden sich fast überall in deutsch. Selbst meine Versuche, auf Spanisch zu bestellen, enden häufig mit deutschen Antworten, schade. Die Touristen sind leider nicht unschuldig, da viele wie selbstverständliche alle Mallorquiner auf deutsch ansprechen und entsprechende Antworten erwarten.

Samstag, Sonntag, Mittelalterfest in Capdepera

Capdepera, die Provinzhauptstadt, und sein Schloss ist sowieso sehenswert. Während des Mittelalterfestes finden sich zahlreiche Stände, die Kunsthandwerk u.ä. anbieten, selbstverständlich ist auch die Auswahl an Ständen mit Speisen und Getränken groß, eine gute Gelegenheit wirklich regionale Küche und Getränke für kleines Geld zu probieren.

Montag, Ausflug zu den Höhlen von Artá

Die Höhlen sind von Canyamel in ca. 25 Minuten zu Fuß zu erreichen. Dies bietet sich auch aufgrund der begrenzten Parkplätze an. Die Führungen finden regelmäßig statt, mit Erläuterungen in verschiedenen Sprachen. Ein beeindruckendes Denkmal der Natur.

Dienstag, Markt in Artá

Dienstags ist Markt in Artá, dann fahren auch häufiger Busse von Canyamel dorthin. Angeboten werden Klamotten, Haushaltswaren, aber auch typische Waren der Insel, also alles was das Touristenherz begehrt. Der Markt ist verteilt über einige Straßen der Altstadt und dem Plaza de Conqueridor, wo auch der Eingang zur Markthalle ist, in der lokale Lebensmittel verkauft werden. Leider kann man dort keine Tapas essen, aber ein Besuch ist auf jeden Fall Pflicht. Für einen Imbiss bieten sich eher die Nebenstraßen oder Bars in der Nähe des Bahnhofs an, die einfaches, aber günstiges Essen servieren.

Mittwoch, Wanderung um den Pinienwald

Eine schöne Wanderung führt entlang der Costa dels pins. Von Canyamel beginnt der Weg südlich durch eine noble Wohngegend an der Küste mit Blick auf das Meer, geht nach einigen Kilometern über Fußwege bis zum Aussichtspunkt Cap d’es Pinar.  Von dort geht der Weg neben einem Golfplatz und dann über den Berg durch den Pinienwald zurück nach Canyamel. Die gesamte Strecke beträgt 9km und dauert 2,5 bis 3h, nähere Infos und weitere Wanderstrecken findet ihr auf den Seiten von firstsunmallorcahotels.

Mittwoch, Torre de Canyamel

Der Turm von Canyamel ist ca. 4km von Canyamel entfernt. Wir haben uns dafür Fahrräder geliehen. Vorsicht allerdings bei der Rückfahrt im Dunkeln, da die meisten Leihfahrräder keine Beleuchtung haben.

Der alte Turm ist insbesondere bei Dunkelheit sehenswert. Lohenswert ist auch der Besuch des benachbarten Restaurants Porxada de Torre, Spezialitäten sind dort Spanferkel und Lamm.

Donnerstag, Strandtag

Natürlich darf auch die Erholung am schönen Strand mit klarem Wasser nicht fehlen.

Fazit und Empfehlungen

Typische Orte und Speisen findet ihr eher im Hinterland, die Küste ist leider sehr touristisch und häufig gepflastert mit zahlreichen Bausünden.

Einige Tipps zu Orten sowie Restaurants und Bars findet ihr auf meiner Mallorca-Liste auf Foursquare.

Reisen / Viaggi

Lanzarote Ostern 2016

Wasser – Wind – Vulkan – Manrique

2016-03-21-fuji-003Wasser: Lanzarote gehört zu den kanarischen Inseln und hat neben Felsküste auch viele schöne Sandbuchten, einige wenige auch mit schwarzem, vulkanischen Boden. Das Wasser ist glasklar, aber mit 17 bis 22 Grad erfrischend. Wir waren in Playa Blanca im Süden der Insel, ein Ort, der einige Sandbuchten (siehe Foto links) und eine lange Promenade mit zahlreichen Restaurants und Bars bietet. Als Unterkunft empfehlen sich zahlreiche, kleine, private Unterkünfte über Airbnb statt eine Bettenburg.

Wind: Die geographische Lage bringt ganzjährig warme Temperaturen. Allerdings geht immer ein leichter bis stärkerer Wind, der es immer kälter erscheinen lässt und zu einer Unterschätzung der starken Wirkung der Sonne führt. Sonnencreme und Windjacke sind somit Pflicht auf der Insel. Dafür kühlt es abends nicht stark ab.

IMG_20160328_111013349_HDRVulkan: Die ganze Insel ist vulkanischen Ursprungs. Die letzte große Eruption war zwischen 1730 und 1736 und führte dazu, dass ca. ein Viertel der Insel von Lava und Vulkangestein bedeckt ist und maßgeblich das Erscheinungsbild bestimmt.  Ein Besuch des Nationalparks Timanfaya und der Feuerberge gehört deshalb zum Pflichtprogramm. Eine sehr anschauliche Demonstration der im Inneren herrschenden Wärme zeigt der Fremdenführer mit Wasser, das mit lautem Knall dampfförmig wieder austritt (siehe Foto rechts). Sehr touristisch, aber auch sehr spaßig ist eine Kameltour entlang der Feuerberge, ein Must-Do. Der karge, mit Lava bedeckte Boden erfordert Einfallsreichtum bei der Bewirtschaftung, Mauern halbkreisförmig angelegt, sollen die Weinreben schützen und geringen Niederschlag sammeln.

DSCN3641Manrique: Viele imposante Orte verdanken ihre Schönheit César Manrique, der als Landschaftsarchitekt die Schönheit der Insel mit samt ihrem vulkanischen Ursprung gestaltet hat und gleichzeitig verhindert hat, dass größere Bausünden entstanden sind. Sehr imposant und sehenswert sind Jameos del Agua, Mirador del Rio und Jardin de Cactus (Kaktusgarten) im Norden der Insel. Aufgrund der Inselgröße sind alle Orte relativ schnell zu erreichen, von Playa Blanca im Süden bis Mirador im Norden benötigt man max. 2 Stunden mit dem Auto. Jameos de Agua (siehe Foto links) ist ebenfalls vulkanischen Ursprungs und besteht aus einer Grotte und einem phänomenal, blauen See – ein Paradies für Foto- und Filmaufnahmen. Tipp: ein Dinner in der Grotte (Öffnungszeiten, spanisch).

Essen: Natürlich darf in unserem Urlaub der kulinarische Teil nicht zu kurz kommen. Morgens starteten wir in der Regel mit café con leche, cruasan (Croissant) und einem Smoothie (Mixgetränk aus gefrorenen Früchten und Saft oder Joghurt). Abends folgen dann Tapas oder frischer Fisch mit den typischen papas arrugadas (Kartoffeln mit Salzkruste) und den Soßen (mojo rojo und mojo verde). Weitere Tipps finden sich auf meiner Liste auf Foursquare.