Ziel unserer Herbstferien war Apulien, Besichtigung einiger bekannter Orte und die noch warme Herbstsonne in Süditalien. Vom Flughafen Bari ging es zuerst per Zug nach Brindisi, von der dort mit Zwischenstopp in Polignano a Mare zurück nach Bari.
Brindisi
Unsere Unterkunft befand sich direkt am Lungomare und bot einen herrlichen Blick auf das Monumento al Marinaio d’Italia, ein Denkmal, dass zu allen Tageszeiten beeindruckend aussieht (siehe Foto). Das Zentrum der Stadt zeigt sich von der besten Seite mit der schönen Strandpromenade, netten Lokalen und historischen Gebäuden.

An anderen Stellen zeigt sich leider ein anderes Bild, verlassene und langsam verfallende Gebäude, wie auf der Insel Sant’Andrea (siehe Foto) und sehr viel militärisches Sperrgebiet.

Polignano a Mare
Das kleine, direkt am Meer gelegene Städtchen ist ein ganzjähriges Touristenziel aufgrund seiner einmaligen Lage, der traumhaften Kulisse und schön gepflegten Häuser und Restaurants. Die Häuser sind direkt auf den Klippen am Meer gebaut und erlauben von verschiedenen Terrassen unterschiedliche Blickwinkel auf die schöne Stadt (siehe Foto). Der einzige kleine Strand ist zu Fuß zu erreichen und einmal im Jahr Schauplatz von Klippenspringern. Schade, dass wir nur tagsüber hier waren, abends und nachts hätte die Stadt sicherlich noch mehr Reize und vor allen Dingen weniger Touristen gehabt – vielleicht ein anderes Mal.

Bari
Bari ist mit über 300.000 Einwohner die Hauptstadt Apuliens und leider deshalb auch dicht bebaut, laut und hektisch. Obwohl Bari vom Meer umgeben ist, gibt es nur einen sehr kleinen, nicht besonders attraktiven Stadtstrand, genannt Pane e Pomodoro, weil früher und vermutlich auch heute die Menschen als einfachen Imbiss Brot und Tomaten mit an den Strand genommen haben.
Bari ist unterteilt in die Altstadt, Bari vecchia, und einen neueren Teil. Die Altstadt mit kleinen, eher chaotisch verlaufenden Gassen (siehe Foto) lässt sich gut zu Fuß erkunden und ist der Hauptmagnet für die Touristen der Stadt. Dementsprechend gibt es auch viel Nepp für Touristen und überlaufene Wege.

Der neuere Teil des Zentrums, Murat, ist später entstanden, zeigt französische Einflüsse und beeindruckt mit pompösen Gebäuden wie das Kaufhaus der Familie Mincuzzi oder das Theater Petruzzelli (siehe Foto). Einige dieser imposanten Gebäude konnten wir dank Michele und seiner Free Walking Tour auch von innen besichtigen. Er gab uns auch einige hilfreiche Tipps für Restaurants und Bars in diesem Viertel. Alleine und ohne Ortskenntnisse ist es in dieser doch größeren Stadt schwierig, die wenigen schönen Stellen zu entdecken, die eher von den Einheimischen als von Touristen besucht werden.

Kulinarische Spezialitäten
Natürlich bietet Apulien einige lokale Spezialitäten, die man unbedingt probieren sollte. Hier eine kleine Auflistung ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
- Spaghetti all’assassina (siehe Foto)
- Panzerotti fritti
- Friselle
- Orecchiette
- Taralli

