Nicht die gleichnamige Pizza war ausschlaggebend für den Titel, sondern die gelungene Auswahl und Kombination aus Orten am Meer und in den Bergen.

Monti Sibillini

Nach einem Besuch bei unseren Freunden in Imola wechselten wir in die Monti Sibillini, genauer gesagt nach Montefortino und verbrachten dort im Agriturismo Antico Mulino einige Tage. Der Agrituriso ist ein sehr schönes altes, renoviertes Gebäude, einige Zimmer liegen am Fluss Tenna und im Kellergewölbe gibt es ein außergewöhnlich schönes Schwimmbad. Die Betreiber sind sehr freundlich und hilfsbereit und haben uns direkt einige Tipps gegeben zur Umgebung, da leider viele Orte aufgrund des Erdbebens im Jahr 2016 noch nicht wieder richtig aufgebaut, teilweise entvölkert und daher selbst für die Gastronomie nicht mehr lohnend sind.

Agriturismo Antico Mulino in Montefortino

Wanderung in der Gola dell’Infernaccio

Ein Tipp war eine Wanderung durch eine nahe gelegene Schlucht, die Gola dell’Infernaccio. Entlang des Flusslaufs bot sich ein beeindruckender Blick zwischen die engen Bergspalten, das herunterfließende Wasser und steile Wege durch die unberührte Natur, sehr zu empfehlen (Wanderung auf Komoot).

Auf dem Weg zum Meer unternahmen wir noch einen Abstecher nach Acquasanta Terme, zu den Schwefelquellen „Lu vurghe“, und genoßen dort noch das warme, schwefelhaltige Wasser auf der Haut.

Porto Sant’Elpidio

Von dort reisten wir zu unserer nächsten Station ans Meer, Porto Sant’Elpidio. Wir hatten dort ein Airbnb direkt in Strandnähe, nicht sehr leise, da es direkt an der Strada Statale lag, aber für die drei Übernachtungen, die wir dort geplant hatten, überwog die Nähe zum Ort sowie zum Strand und die Tatsache, dass wir alle Wege zu Fuß erledigen konnten. Ein Muss war natürlich der Schuhmarkt mit Produkten der lokalen Manufakturen, den Claudia intensiv besuchte, während ich die lokalen Craft Biere der Brauerei Mukkeller bei iSanti probierte (siehe Foto).

Craft Beer von Mukkeller bei iSanti

Porto San Giorgio

Von Porto Sant’Elpidio ging es weiter ins nur wenige Kilometer entfernte Porto San Giorgio, wo wir vorher noch nie waren. Die Idee reifte letztes Jahr als wir auf dem Markt in Numana Olivenöl aus Porto San Giorgio gekauft hatten. Unser genaues Ziel war dort der Agriturismo La Quarta in einem Vorort in den Bergen der Stadt, von wo wir einen fantastischen Blick auf die Küste und das Meer hatten (siehe Foto).

Vista dall'agriturismo La Quarta

Stefano, der sehr sympathische Gastgeber, hat eigene Olivenbäume, baut Roggen und alte Getreidesorten an und bereitet daraus eigene Nudeln und Pizza zu, köstlich, genauso wie sein Olivenöl.

Der lokale Strand dort überraschte uns positiv, er war frei, hatte keine Schirmreihen und das Wasser ging sehr flach ins Meer und war extrem sauber. Hier ließ es sich aushalten. In der Nähe des Strandes gab es 2 einfach Kioske mit leckeren Kleinigkeiten.

Mare di Marina Palmensa

Torre La Palma

Zweimal unternahmen wir einen Ausflug in den Nachbarort Torre La Palma, einer der 100 schönsten Dörfer Italiens. Das ist nicht übertrieben, das Örtchen thront malerisch auf einem Berg und bietet sowohl einen phänomenalen Blick auf die Küstengegend als auch das Umland (siehe Foto).

Torre La Palme

Im Örtchen selber schlendert man durch schmale Gäßchen, bewundert schöne, alte Gebäude oder setzt sich in eines der vielen kleinen Restaurants und Bars und genießt Küche und Aussicht. Definitiv ein Ort, den wir nochmals besuchen werden, gerne auch mit Übernachtung.

Claudia und Markus in Torre La Palma

Senigallia

Die Rückfahrt führte uns dann nach Senigallia, wieder Richtung Meer zu einer Signora Graziella, wo wir vor acht Jahren bereits übernachtet hatten. Der Ort selber ist tagsüber sehr touristisch mit vielen Schirmreihen und eher schlechter Wasserqualität, überrascht aber abends mit einer sehr schönen Altstadt, vielen beeindruckenden Gebäuden, teilweise aufwändig und geschmackvoll beleuchtet, wie die Rocca di Senigallia (siehe Foto).

Rocca di Senigallia

Olio e Vino

Unsere Rückfahrt diente natürlich ebenfalls dazu, lokale Spezialitäten direkt von den Erzeugern zu verkosten und zu kaufen. Dazu gehörte:

  • Pecorino aus den Monti Sibillini
  • Grappa und Amaro vom Agriturismo Antico Mulino
  • Olivenöl und Pasta von Stefano, Agriturismo La Quarta
  • Olivenöl von Belà Roberto
  • Vino Bianco (Verdicchio di Matellica, Verdicchio di Jesi, Incrocio Bruni), Rosso Conero und Olivenöl von Domenico
  • Passerina und Lacrima di Morro d’Alba von der Cantina Olivetti
Olivenöl vom Hersteller

Lago di Ledro

Die letzte Etappe führte uns dann wieder in die Berge und zwar zum Lago di Ledro, wo wir eine Übernachtung geplant hatten. Der See ist neben dem Lago di Garda, um ein Vielfaches kleiner, aber daher auch überschaubarer. Wir waren vor einigen Jahren hier auf einem Campingplatz auf dem Weg in den Süden. Von hier ging es auf die Rückreise, Ciao bella Italia.

Lago di Ledro
Marken 2025: mare e monti
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