Ruhrstadt / Dortmund

Maitour 2019 – Großholthausen und Kleinholthausen

Die diesjährige Tour wurde von Rainer Bauer geplant:

  • Start S-Bahn Kruckel, nahe der Zeche Wiendahlsbank (mit 783m tiefster Schacht im Ruhrgebiet)
  • Wanderung durch den Großholthausener Mark (festes Schuhwerk empfohlen), Kruckeler Bach
  • von Großholthausen (232 Einwohner) nach Kleinholthausen (859 Einwohner)
  • Anstieg auf die Halde Gotthelf mit Ausblick von den „Hombrucher Alpen“. Die Halde ist der Abraum der Zeche Glückauf Tiefbau mit den Schächten Gotthilf, Traugott und Giesbert.
  • Rückfahrt mit der U-Bahn Richtung Innenstadt zum Dortmunder Bierfestival

Die Maitour 2019 war rekordverdächtig: 53 Teilnehmer hatten wir noch nie und es war die 20. Tour seit 1998.

Reisen / Viaggi

Lissabon Sylvester 2018

Den Jahreswechsel 2018 / 2019 haben wir zusammen mit Anja, Joschi und Achim in Lissabon verbracht, wo wir eine ehemalige Dortmunder Freundin, Alessandra, besuchten.

Lissabon liegt an der Atlantikküste an der Bucht des Flusses Tejo. Daher bildet sich über dem Fluß und der Stadt häufig Nebel. Die Brücke über den Tejo liegt dann geheimnisvoll im Nebel (siehe Foto aus der Perspektive des Aquädukts).

Das Aquädukt war für mich ein bauliches Highlight. Über 900m lang, an der höchsten Stelle 68m hoch und 25m breit trotzte es dem großen Erdbeben, das fast komplett Lissabon zerstört hat. Es bietet einen fantastischen Ausblick auf die Stadt (siehe Foto) und auf und in das Bauwerk selber. Neben dem längsten oberirdischen Teilstück, das Aqueduto das Águas Livres, gibt es noch das Reservoir Mãe d’Água, ein großer Wasserspeicher in der Nähe der Haltestelle Rato, und weitere kleinere oberirdische und unterirdische Stationen (portugiesische Webseite). Hier findet ihr weitere Informationen zu diesem Geheimtipp. Nach einem Besuch des Wasserspeichers empfiehlt sich eine Pause im benachbarten Park Amoreiras zu einem Kaffee oder Bier am Kiosk.

Blick vom Aquädukt

Die Stadt liegt wie Rom auf 7 Hügeln, so dass der Besucher ständig bergauf und bergab gehen muss, teilweise von einer Straße zur anderen. Die höchste Erhebung ist 226m hoch, so dass sich von verschiedenen Stellen schöne, aber immer unterschiedliche Blicke auf Lissabon ergeben, die lohnenswert sind. Mein Tipp: nach einem Besuch des Castelo de Sao Jorge einen Aperitiv in der Bar Zambeze nehmen und von dort den Sonnenuntergang über die Stadt genießen (siehe Foto).

Blick vom Castelo de Sao Jorge bzw. der Bar Zambeze

Mit etwas Glück trifft man am Castelo auf Roberto, den Artista do Castelo, der ironische Portraits und außergewöhnliche Bilder Lissabons mit Kaffee malt (siehe Foto). Falls er dort nicht anzutreffen ist, lohnt auf jeden Fall ein Blick auf sein Profil bei Instagram.

Mit Kaffee gemalt

In Lissabon habt ihr verschiedene Möglichkeiten die Stadt zu erkunden. Da die Stadt weitläufig und hügelig ist, empfehle ich von allen Verkehrsmitteln regen Gebrauch zu machen. Neben den klassischen Hop-On-Off-Bussen für Touristen, die einen ersten Überblick über die Stadt geben, gibt es auch noch die Tuk-Tuks, kleine, motorisierte Dreiräder (im Preis einiger Busse enthalten), die auch durch kleinere Gassen fahren und je nach Fahrer auf einige Highlights aufmerksam machen, die den Besuchern sonst entgehen. Meine Empfehlung ist auf jeden Fall die Fahrt mit der Electrico 28 (siehe Foto), einer wirklich alten elektrischen Straßenbahn, die sich aufgrund ihrer kurzen Länge und eines kurzen Radstands durch die engen, steilen Straßen Lissabons quält. Da sie nicht sehr schnell fährt und häufig anhält, kann man gut die Umgebung beobachten. Mehr über Verkehrsmittel und deren Benutzung in Lissabon schreibe ich auf meinem anderen Blog.

Eléctrico No. 28

Wer Details auf seinen Reisen liebt, sollte auf jeden Fall genauer auf Türen, Klingeln und Fassaden achten. Ich habe unzählige Fotos von seltsamen Türen, Klingeln ohne Namen und Fliesen an den Fassaden gemacht (siehe auch weiter unten die Fotos in der Galerie). Diese Fliesen, portugiesisch Azulejos, finden sich als Dekorelemente an vielen Gebäuden (siehe Foto). Eine zeitlang war die Anbringung aus Angst vor herabfallenden Fliesen verboten, später wurde dies wieder erlaubt, weil a) dies eine typische Besonderheit ist und b) geeignete Kleber entwickelt wurden.

Natürlich darf auch das Lukullische auf meinen Reisen nicht fehlen. In Lissabon findet man viel Fisch (siehe Foto) und Fleisch, beim Gemüse wird eher gespart. Mein Tipp ist ein Besuch der Markthalle Mercado de Ourique. In der Mitte befinden sich Sitz- und Stehplätze und in der ganzen Halle gibt es unterschiedliche Anbieter für alle Geschmäcker.

tártaro do atum, roher Thunfisch

Noch ein Tipp: für den Fall, dass man an der Sicherheitskontrolle feststellt, dass man noch ein nicht erlaubten Gegenstand im Handgepäck hat, bietet der Flughafen in Lissabon eine einfache Lösung: einen Automaten mit frankierten Briefen und Briefkasten daneben (siehe Foto).

Wer noch mehr erfahren will, kann sich gerne meine Liste auf Foursquare anschauen und auf der nächsten Seite noch mehr Fotoeindrücke.

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